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Geburt Vorbereitung werdende Mama Geburtsvorbereitung

Die letzten Tage der Schwangerschaft: Was jetzt guttut

Also, langsam kann es jetzt auch mal auf die Zielgerade zugehen – das denkst du dir vielleicht auch schon seit einigen Tagen oder Wochen. Die letzten Tage der Schwangerschaft sind endlich gekommen. So sehr du deine Schwangerschaft idealerweise auch genossen hast, so sehr freust du dich jetzt auf dein Baby … und empfindest die letzten Meter vielleicht inzwischen auch eher beschwerlich als inspirierend. Unbeweglichkeit, Extra-Kilos, Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen, Müdigkeit – du trägst im wahrsten Sinne des Wortes eine Menge mit dir herum. Das Thema Selbstfürsorge sollte und darf deshalb jetzt ganz weit oben auf deiner Prio-Liste stehen – erst recht, so lange du noch die Zeit hast, dich einfach nur um dich zu kümmern, bevor der frischgebackene Nachwuchs den Alltag bald 24/7 auf den Kopf stellt.

Mama gut, alles gut: Warum Selbstführsorge gegen Ende der Schwangerschaft so wichtig ist

Der beste Grund fürs ausführliche, gründliche Kümmern um dich selbst: Bald wird nur noch wenig Gelegenheit dafür sein. Sobald Junior mal das Licht der Welt erblickt hat, stellt er oder sie im Handumdrehen alles an Alltag auf den Kopf, was du bisher kanntest und gewohnt warst. Ein weiteres Argument für ganz viel liebevolle und aufmerksame Selbstfürsorge nur für dich vor der Geburt: Gerade, wenn du dir eine natürliche Geburt wünschst ohne Kaiserschnitt oder (zu viele) schmerzstillende, Wehen fördernde Mittel, tut Kraft und Ruhe tanken vorab besonders gut. Denn Durchhaltevermögen und einige Kraftreserven kannst du bald ganz sicher gut brauchen, sei es bei der Geburt an sich oder danach im neuen Alltag mit Baby an deiner Seite.

Gutes für Körper und Seele, nur für dich, vor der Geburt deines Babys. Aber wie? Und wann? Und wieviel? Die offensichtlichsten Tipps vorweg: Da momentan vermutlich schon das Schlafen an sich ziemlich umständlich und wenig erholsam ist mit der großen Kugel vor dir, gönn dir auf jeden Fall durch den Tag hindurch genug Ruhepausen, erledige im Sitzen, was geht und trage vor allem nichts Schweres mehr durch die Gegend.

Und all die Dinge, die du noch im Hinterkopf hattest, die noch erledigt werden wollen … oder müssen? Hier noch Gardinen waschen, da Fenster putzen, dort Blümchen pflanzen im Garten oder auf dem Balkon – aber muss das alles wirklich noch gemacht werden, bevor dein Nachwuchs auf die Welt kommt? Was du bisher nicht mehr weggeschafft hast, kannst du entweder getrost an andere abgeben oder es bleibt eben erst mal liegen. Gesunde, energetisierende und gleichzeitig ausgleichende Aktivitäten gehören jetzt ganz oben auf deine Prio-Liste. Und wenn dann doch die Unruhe kommt, das rastlose nicht-stillsitzen-können, obwohl du eigentlich erschöpft bist?! Von Hebammen wird dies häufig als deutliches Vorzeichen dafür gesehen, dass es recht bald losgeht mit der Geburt.

Doch bevor es soweit ist, mach dir einige ganz essenzielle und alltägliche Dinge bewusst, denen du in den letzten Tagen deiner Schwangerschaft noch einmal besondere und ungeteilte Aufmerksamkeit schenkst – ohne Stress, Hetzen und Verbiegen:

  • Achte auf eine gesunde, vollwertige Ernährung und trinke ausreichend – wichtig für deinen Kräftehaushalt und die Gesundheit deines Kindes
  • Nimm die letzten Untersuchungen bei deinem Frauenarzt wahr – so weißt du Bescheid über die Position/Lage deines Kindes, seinen Gesundheitszustand etc.
  • Lege genügend Pausen ein während des Tages – z. B. Lesen, Schlafen, Ausruhen/Träumen, entspanntes Duschen, Musik hören, spazieren gehen, stricken, Filme ansehen etc.
  • Triff dich mit Freunden und Familie – hier ein Kaffeeklatsch, da ein Abendessen, Kinobesuch, Buchclub, Flohmarktbesuch
  • Nimm eventuelle Stimmungsschwankungen ernst – vertrau‘ dich deinem Partner an; tausche dich aus mit erfahrenen Müttern/Hebamme/Arzt, stelle Fragen, lass dich bei Unsicherheiten beruhigen; vertraue deinem aufkeimenden Mutterinstinkt
  • Unternimm ein paar schöne Dinge nur für dich – Mani-/Pediküre, Shopping für Baby und/oder dich, ins Restaurant und/oder tanzen gehen
  • Mach‘ nochmal Urlaub (allein, mit Partner, einer Freundin) – ein letzter kinderloser Städte-/Wellness-Trip oder Strandurlaub mit romantischen/lustigen/entspannten „Erwachsenen-Momenten“ fernab der künftigen Elternrolle
  • Hab‘ entspannten Sex mit deinem Partner – genießt euch nochmal, bevor ein dauerhafter kleiner Mitbewohner bei euch einzieht
  • Schlaf‘ nochmal ordentlich aus

Sport – Bewegung und Ausgleich für mehr Balance und Entspannung

Wo manche Hochschwangere sich kaum noch problemlos von A nach B bewegen mögen (oder können), juckt es dir in den letzten Tagen deiner Schwangerschaft noch in Fingern und Füßen? Na klar, folge deinem Bewegungsdrang, wenn auch mit Vorsicht und in Maßen. So lange es deine eigene Verfassung und die Gesundheit deines Babys zulassen (evtl. mit Arzt oder Hebamme abklären), steht körperlicher Betätigung auch kurz vor der erwarteten Geburt nichts im Wege. Und da gibt es noch so einiges, das nicht nur fordernd, sondern auch förderlich ist – für deine Entspannung und ein ausgeglichenes Körpergefühl.

Sportliche Optionen für die letzten Tage/Wochen vor der Geburt:

  • Schwangerschafts-Gymnastik (hält gelenkig und dehnt die Muskulatur)
  • Schwimmen oder Floaten (angenehmes Gefühl von Schwerelosigkeit trotz großer Kugel, schweren Beinen und Rückenschmerzen)
  • Spazieren/Walken (je nach individueller Verfassung; Natur entspannt, bringt auf andere Gedanken)
  • Fahrrad fahren (am besten in der Natur, fernab von hohem Verkehrsaufkommen; leichteres Vorankommen als beim Laufen)

Ganzheitliche Tipps für Harmonie und Gleichgewicht in den letzten Tagen der Schwangerschaft

Bald ist es soweit. Vielleicht fühlst du dich gerade topfit und könntest Bäume ausreißen, vielleicht bist du aber auch besonders schlapp und müde. So oder so – dein Körper, dein Geist und auch dein ungeborenes Kind schaffen momentan, was das Zeug hält. In Vorbereitung auf die Geburt laufen gerade alle Systeme auf Hochtouren … kein Wunder also, falls du auch mal abgekämpft bist. Die richtige Balance finden, die Batterien aufladen, zur Ruhe kommen, achtsam annehmen, was an Gedanken aufpoppt und verarbeitet werden will, das ist jetzt das Wichtigste für dich – und dein Kind.

Ab der 29. Schwangerschaftswoche kann dein Baby auch so ziemlich alles wahrnehmen und spüren, was um es herum geschieht. Umso wichtiger, dass du in den letzten Wochen deiner Schwangerschaft Stress und Anstrengung von dir fernhältst. Neben den klassischen Maßnahmen zur Entspannung und zum sportlichen Ausgleich gibt es aber auch noch einige weitere Tipps und Hilfsmittel, um dich ausreichend in Balance zu bringen vor der anstehenden Geburt. So offensichtlich du momentan vor allem körperlich noch direkt mit deinem Kind verbunden bist, so stark darf und soll auch deine Bindung zu und mit dir selbst sein. Hör‘ regelmäßig in dich hinein, spür‘ nach, was dir gerade gut oder weniger guttut, was dein Körper, dein Kopf, deine Seele brauchen, um rundum so entspannt wie möglich zu sein. Diverse ganzheitliche Hilfsmittel können zu einer umfassenden Balance beitragen:

  • Pränatal-Massage (nochmal richtig verwöhnen lassen, Muskulatur entspannen)
  • Meditation (zur Ruhe kommen, bewusst atmen, Pausen schaffen)
  • Schwangeren-Yoga (Flexibilität erhalten, Verbindung zum Körper schaffen)
  • Atem- und Entspannungsübungen
  • Osteopathie und Akupunktur/Akupressur (für guten Schlaf, entspannte Muskulatur)

Schau, was dir bereits während der ersten Schwangerschaftsmonate gutgetan hat, womit du dich in dieser Zeit und auch vor der Schwangerschaft entspannen konntest, was dir Spaß gemacht und dich abgelenkt hat von Gedanken, von denen du mal eine Pause brauchtest. Hör‘ in dich hinein und erlaube dir vermehrt Pausen und kleine oder auch große Besonderheiten in den letzten Tagen und Wochen vor der Geburt deines Kindes. Wenn du ausgeglichen und entspannt bist, kann es dein Kind auch sein. Und jetzt – genieße sie noch ein wenig, die Ruhe vor dem baldigen wunderbaren Sturm an Leben, Liebe, Lachen, der deinen Alltag bereichern und verändern wird wie nichts zuvor. Tief atmen, wild vorfreuen und auf alles gefasst sein.