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Eisprung Eisprung-Rechner Schwangerschaft planen

Eisprung-Rechner und die kostbaren fruchtbaren Tage

Du und dein Partner, ihr seid euch einig: ihr wollt schwanger werden! Ist die Entscheidung für ein Kind erst mal gefallen, kann es oft gar nicht schnell genug gehen – und dann solle es bitte auch gleich klappen. Dass das Zeitfenster, während dessen du jeden Monat schwanger werden kannst, relativ klein ist, ist kein Geheimnis. Dass das Wunschkind aber auch wirklich möglichst auf dem Weg ist, dafür gibt es zumindest einige hilfreiche Methoden zur Ermittlung des besten Empfängnis-Zeitpunktes:

Die fruchtbaren Tage

Dass frau nicht zu jedem x-beliebigen Zeitpunkts ihres monatlichen Zyklus schwanger werden kann, ist sicher soweit klar. Das Ziel: die fruchtbaren Tage berechnen. Diese scharen sich grundsätzlich um die Mitte des Zyklus, dann findet nämlich der Eisprung statt. Wenn du einen regelmäßigen, 28-tägigen Zyklus hast, also immer ungefähr zur selben Zeit deine Periode bekommst, findet der Eisprung also am 14. Tag nach dem Beginn deiner letzten Periode statt.

Damit du deinen monatlichen Eisprung möglichst genau bestimmen kannst, solltest du deinen Zyklus zuvor mehrere Monate lang genau beobachten und dokumentieren, also Zykluslänge bzw. Einsetzen der Periode – so lässt sich schon mal die offensichtliche Regelmäßigkeit erkennen. Die Länge deines Zyklus berechnest du wie folgt: Notiere dir den ersten Tag deiner Periode und zähle von da die Tage bis zum Einsetzen der darauffolgenden Periode. Die Zykluslänge liegt bei den meisten Frauen zwischen ca. 24 und 35 Tagen.

Manche Frauen haben sogar so feine Sensoren, dass sie ihren Eisprung auf die Stunde genau „erspüren“ können – dieser äußert sich meist an krampfartigen Schmerzen im Unterleib, relativ punktgenau rechts und links am Unterbauch, eben da, wo sich die Eierstöcke befinden. Mach dir aber keine Gedanken, wenn du dies nicht auch spürst, es gibt ja zum Glück sehr genaue Methoden zur Berechnung des Eisprungs.

Und wann geht es nun am besten „ums Eingemachte“? Wann ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass ihr beim Sex neues Leben zaubert? Ganz klar: Am besten habt ihr ein bis zwei Tage vor dem Eisprung bzw. am Eisprung-Tag selbst Sex, wenn ihr schwanger werden möchtet. Da Spermien ganz schön ausdauernd und robust sind, überleben sie locker mehrere Tage (ca. 5) im Eileiter, wo sie auf die Eizelle warten, die ihnen auf dem Weg zur Gebärmutter „entgegenschwimmt“. Schwanger werden kannst du in einem Zeitfenster von ungefähr 5-6 Tagen, wobei die Eizelle selbst nur ca. 12 bis höchstens 24 Stunden befruchtet werden kann. Umso wichtiger ist es bei einem klaren und vor allem dringlichen Kinderwunsch, den Zeitpunkt des Eisprungs so exakt wie möglich zu bestimmen.

Methoden zur Berechnung des Eisprungs

Der Eisprung-Kalender ist eine sehr gängige Variante, um den Eisprung möglichst genau vorherzusagen. Dabei gibst du den ersten Tag deiner letzten Monatsblutung und deine Zykluslänge ein – heraus kommt ein Zeitfenster mit einigen Tagen im Monat, in denen du höchstwahrscheinlich fruchtbar bist.

Hundertprozentig verlassen solltest du dich allerdings nicht auf die Methode, um deine fruchtbaren Tage zu bestimmen. Nicht nur ist der Zyklus von Frau zu Frau individuell unterschiedlich, auch unterliegt dein eigener Zyklus immer mal wieder Schwankungen, hervorgerufen bspw. durch Stress o. ä. Aber auch, wenn du normalerweise einen sehr regelmäßigen und gleich langen Zyklus hast, kann es in manchen Monaten zu Schwankungen kommen – bezieh‘ das zumindest in deine Berechnungen und Überlegungen mit ein. Ein Eisprung-Rechner ist immer eher ein ungefährer Anhaltspunkt, aber keine sichere Methode zur Verhütung, auch das sollte dir klar sein. Wenn ihr aber sowieso gerade versucht, schwanger zu werden, ist dieser Punkt natürlich weniger relevant.

Eine ziemlich exakte Berechnungsvariante ist die symptothermale Methode (auch NFP genannt). Dafür benötigst du auf jeden Fall die Disziplin zum regelmäßigen Messen, dementsprechend auch Zeit und ein bisschen Übung. Bei dieser Methode sind der Zervixschleim, der Gebärmutterhals und die Körpertemperatur die entscheidenden Faktoren. So steigt die Temperatur meist ein bis zwei Tage nach dem Eisprung leicht an (um ca. 0,2-0,6 Grad) – dadurch lässt sich der Eisprung bei regelmäßiger Messung recht genau bestimmen (in Kombination mit der Messung des Zervixschleims). Da der Eisprung beim Temperaturanstieg allerdings schon wieder vorbei ist, kannst du dich auf diese Methode erst nach einigen Monaten konstanten Messens verlassen, wenn der regelmäßige Zeitpunkt des Temperaturanstiegs konstant ablesbar ist. Davon abgesehen ist NFP eine sehr günstige, nebenwirkungsfreie und sichere Methode sowohl zur Verhütung als auch zum Bestimmen des besten Kinderwunsch-Fensters.

Andere Methoden sind z. B. der Zykluscomputer, der sowohl fruchtbare Tage ermittelt als auch zur Verhütung eingesetzt werden kann. Hier werden entweder die Hormone, die Temperatur oder der Speichel bzw. der Zervixschleim unter die Lupe genommen.

Auch der Ovulationstest wird von vielen Frauen genutzt, um die fruchtbaren Tage einzugrenzen. Er ist besonders sinnvoll, falls du einen sehr langen oder auch eher unregelmäßigen Zyklus hast. Hier geht es mittels Urin-Teststreifen zur Sache, um den Zeitpunkt des Eisprungs anhand der Konzentration des L-Hormons zu bestimmen (dieses steigt 24-36 Stunden vor dem Eisprung, sprich der Ovulation, deutlich an).

Gängige Methoden zur Eisprung-Berechnung:

  • Eisprung-Rechner (Kalender-Methode – je regelmäßiger die Periode, desto besser; Berechnung fruchtbare Tage)
  • Symptothermale Methode/NFP (Temperatur-Messung; Fruchtbare Tage und Verhütung)
  • Zykluscomputer (Hormon-, Temperatur- o. Speichel-Test; Fruchtbare Tage und Verhütung)
  • Ovulationstest (Urintest/L-Hormon, sinnvoll bei unregelmäßigem/langem Zyklus)

Wichtig bei allen Überlegungen, Planungen und Messungen rund um die fruchtbaren Tage bzw. deinen Kinderwunsch: Hab‘ vor allem Spaß beim Sex und der Nähe mit deinem Partner. Zu angestrengtes Wünschen und Planen hat oft eher negative Auswirkungen und die Bereitschaft deines Körpers, ein kleines Wesen heranwachsen zu lassen, ist in Dauerstressphasen wahrscheinlich geringer, als wenn ihr das Thema entspannt, vorfreudig und voller Vertrauen in euch und das, was kommen soll, angeht.