Twitter
Google plus
Facebook
Vimeo
Pinterest
Ultraschall Untersuchungsheft

Mutterpass – Infos zum „Ausweis“ für die Schwangerschaft

Die frohe Nachricht sinkt gerade erst ein und schon geht’s ans Organisieren. Ordnung muss – neben aller positiven Aufregung – schließlich sein und in unseren heimischen Gefilden bedeutet das u. a. die Ausstellung eines Mutterpasses für dich als Schwangere. Woher du den Mutterpass bekommst, wozu er gut ist und was genau rein muss, erfährst du von uns – knackig, kompakt, übersichtlich.

Was genau ist der Mutterpass?

Selbst als Nicht-Mama hat so gut wie jede Frau schon mal davon gehört – vom Mutterpass. Dass er während der Schwangerschaft immer mitzuführen ist, wissen vermutlich schon weniger. Und dass er im Ernstfall sogar Leben retten kann? Ja, wie denn das? Aber eins nach dem anderen: Sobald von gynäkologischer Seite unmissverständlich feststeht, dass du schwanger bist, bekommst du einen Pass ausgestellt – entweder von deiner betreuenden Frauenärztin/deinem Frauenarzt oder von deiner Hebamme, falls du dich während deiner Schwangerschaft von einer begleiten lässt. Im Mutterpass werden dann bis zur Geburt deines Kindes alle für deine Schwangerschaft relevanten Daten und Untersuchungsergebnisse eingetragen.

Der Mutterpass ist dein persönliches Eigentum, du entscheidest daher auch, wer ihn zu sehen bekommt. Behörden oder Arbeitgeber bspw. sind nicht befugt, Einsicht in das Dokument zu verlangen – natürlich dürfen und sollen aber Hebamme und Gynäkologe bei den Untersuchungen alle wichtigen Daten dort eintragen.

Wieso brauche ich einen Mutterpass?

Zunächst mal ist es natürlich praktisch, alle relevanten Infos und Daten zu deiner Schwangerschaft, der Geburt und den nachfolgenden Untersuchungen (Kind) griffbereit und handlich an einem Ort vereint zu wissen. Der Mutterpass vereint genau diese Faktoren. Nutze diese tolle Möglichkeit, dein Kind und dich sicher versorgt zu wissen, indem Hebamme und/oder Fachärzte dadurch bei der Vorsorge alle wichtigen Informationen zu deiner Schwangerschaft zur Hand haben.

Für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass du einmal notfallmäßig medizinische Hilfe für dich und/oder dein Ungeborenes benötigst – oder auch unerwartet an einem anderen Ort entbinden musst als geplant (ohne die Ärzte/Hebamme, die dich regelmäßig begleiten), – ist der Mutterpass besonders wichtig für akut behandelnde Ärzte bzw. Hebammen. Auf einen Blick und innerhalb kürzester Zeit erhalten diese dann alle für sie relevanten Informationen. So können im Notfall fundierte und helfende Maßnahmen ergriffen werden, damit es dir und deinem Baby an nichts fehlt.

Wichtig für dich: Nimm auf jeden Fall regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teil, so dass dein Mutterpass immer „up to date“ ist, also den aktuellen Stand deiner Schwangerschaft von medizinischer Seite widerspiegelt. Ergo: Der Mutterpass bietet Informationen für Arzt und Hebamme und somit Sicherheit für Mutter und Kind – während der Schwangerschaft, bei der Geburt und darüber hinaus. Trage ihn daher immer bei dir, egal, wohin du während deiner Schwangerschaft gehst (bei der Arbeit, in der Freizeit und im Urlaub).

Welche Angaben gehören in den Mutterpass?

Und was genau steht nun alles im Mutterpass? Zunächst gut zu wissen: Alle Informationen, die dort dokumentiert werden, basieren auf vielen Jahren an modernen medizinischen Erkenntnissen sowie Erfahrung im Bereich Geburtshilfe. Es handelt sich bei den Eintragungen also in erster Linie um alle relevanten Befunde bzgl. Schwangerschaft, Geburt und erste Untersuchungen danach. Die nachfolgenden „Themen“ finden sich im Mutterpass (müssen nicht alle auf dich zutreffen, dann auch nicht ausgefüllt werden):

  • Alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen (Gewicht, Größe des Babys etc.)
  • Daten über die Gesundheit der Mutter
  • Laboruntersuchungen (z. B. Bluttests) und Rötelnschutz
  • Platz für Untersuchungen „außer der Reihe“ (z. B. Fruchtwasseruntersuchung oder Laboruntersuchungen, für die kein gesondertes Feld im Mutterpass existiert)
  • Angaben zu vorangegangenen Schwangerschaften und Besonderheiten
  • Krankenvorgeschichte Mutter (Anamnese), allgemeine Befunde, Besonderheiten dazu
  • Besondere Befunde (Schwangerschaft), Besonderheiten dazu
  • Terminbestimmung (voraussichtlicher Geburtstermin)
  • Gravidogramm (Schwangerschaftsverlauf)
  • Stationäre Behandlung (Schwangerschaft)
  • Cardiographische Befunde
  • Ultraschall-Untersuchungen, Kontrolle
  • Normkurven (Wachstumsverlauf Fötus)
  • Weiterführende Ultraschall- sowie Dopplersonographische Untersuchungen
  • Abschluss-Untersuchung/Beurteilung (Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Besonderheiten im Wochenbett, 2. Untersuchung nach Entbindung)
Inhalt Untersuchungsheft Schwangerschaft

Gerade, wenn du zum ersten Mal schwanger bist, wirken einige Eintragungen und Daten in deinem Pass vielleicht verwirrend und werfen die ein oder andere Frage bei dir auf. Frage dazu gerne jederzeit deine/n behandelnde/n Arzt/Ärztin oder deine Hebamme, diese erklären dir alles verständlich und übersichtlich. Interessant: Der Mutterpass bietet Platz für die Eintragungen von zwei Schwangerschaften – du kannst ihn also auch fürs zweite Kind wieder ausgraben und weiterverwenden.

Unser Tipp: Dokumentiere und sichere alle Informationen zu deinem Kind während der Schwangerschaft und danach auch online – bei bebino. Falls der Mutterpass doch mal abhandenkommt, Kaffee drüber schwappt etc. … im bebino Schwangerschafts- und Babytagebuch sind alle Daten, Dokumente, Ultraschallbilder, Fotos und wichtige Meilensteine sicher aufgehoben. Und falls Oma und Opa am anderen Ende der Nation, die Tante oder die beste Freundin in Übersee neugierig sind … einfach freischalten und teilen.