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Brust geben Schwierigkeiten

Probleme beim Stillen: Entzündungen, Schwellungen, zu starker Milchfluss – was hilft?

Stillen verbindet Mutter und Kind auf ganz besondere Art und Weise. Das empfinden viele Frauen, die ihr Baby stillen (können und wollen). Doch nicht immer funktioniert das Stillen völlig reibungslos und entspannt: Entzündete Brustwarzen, geschwollene Brüste oder sogar zu viel Milchfluss sind gar nicht so selten Teil der Still-Erfahrung. Aber keine Sorge – es gibt ausreichend Tipps & Tricks, mit diesen Hürden umzugehen.

Milchüberschuss – sanfte Methoden gegen zu viel Milchfluss

Wo es bei manchen Neu-Müttern einfach nicht klappen will mit dem Stillen, hadern andere mit dem Gegenteil – zu viel Milch! Das kann unangenehm werden für dich genauso wie für dein Baby. Grundsätzlich ist es völlig normal, wenn du gerade in den ersten Wochen nach der Geburt mehr Milch produzierst als dein Kind braucht oder trinken kann. Dauert dieser Zustand an, geht der starke Milchfluss meist einher mit geschwollenen, schmerzenden Brüsten und entzündeten, verstopften Milchkanälen.

Ein dauerhaft starker Milchspendereflex bedeutet auch Stress fürs Kind während des Trinkens. Wenn die Brust so prall ist, ist der Warzenhof für das Baby schwer zu fassen, zudem „schießt“ die Milch z. T. förmlich heraus. Die Folge: Das Kind verschluckt sich beim Trinken und schluckt viel Luft, trinkt unruhig, spuckt nach dem Trinken, hat andauernd Hunger (es kommt v. a. laktosehaltige Vordermilch – kalorienreich, aber nicht sättigend, zudem mehr Darmtätigkeit und Gasbildung) … alles mögliche Folgen von zu starkem Milcheinschuss. Auch für dich selbst ist das Ganze lästig, vielleicht sogar richtig schmerzhaft.

Gründe und Anzeichen für Milchüberschuss:

Gurtsystem/ Sicherheitsbügel

  • Sicherung vor Verdrehen/Rausfallen
  • Einfache Handhabung (leichter im Alltag)
  • Ausreichende Polsterung (kein Einschneiden)

Sitzposition

  • Auf absolute Kippsicherheit überprüfen
  • Versch. Positionen müssen solide einrasten, darf nicht hintenüber kippen

Bremsen/ Schieben

  • Sicheres Bremsverhalten muss garantiert sein
  • Schieben ohne Widerstand/Holpern

Räder

  • Widerstandsfähigkeit und leichtes Lenken (schwenken) auf unterschiedlichen Untergründen

Federung

  • Weiches Abfedern auf z. B. Kopfsteinpflaster, holprigen Feldwegen etc.

Standfestigkeit

  • Kippsicherheit/Statik der Gesamtkonstruktion überprüfen

Sichtbarkeit

  • Reflektoren (Sichtbarkeit im Dunkeln)
  • Leuchtende Stoffe fallen v. a. im Straßenverkehr immer schneller/besser auf als gedeckte, dunkle Farben

Der weibliche Körper ist definitiv ein Wunderwerk, auch was das natürliche „Herunterregeln“ des Milcheinschusses in Folge bestimmter Umstände angeht. Meistens klappt es mit der Regulierung von selbst, gelegentlich braucht es jedoch etwas Unterstützung von außen.

Tipps zur Reduzierung des Milchflusses:

Tragetasche/Babywanne

  • Softes oder festes Gehäuse (Aspekt des Gewichts, Mobilität)
  • Komplett abnehmbar (Mobilität)
  • Leicht zu (de-)montieren (Zeitaufwand/Stressfaktor)
  • Stabile Fußstützen (Sicherheit!)
  • (Gute) Matratze (Rücken- und Wärme-Schutz fürs Baby)

Regen- & Sonnenschutz

  • Sollte als Standard dabei sein

Griffe

  • Wie weit) höhenverstellbar – vor allem für große Eltern wichtig (Rücken)
  • Einklappbar – Kompaktheit v. a. wichtig bei häufigem Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Schwenkschieber (schwenkbar auf gegenüberliegende Seite des Wagens, mehr Flexibilität)

Griffe

  • Wie weit) höhenverstellbar – vor allem für große Eltern wichtig (Rücken)
  • Einklappbar – Kompaktheit v. a. wichtig bei häufigem Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Schwenkschieber (schwenkbar auf gegenüberliegende Seite des Wagens, mehr Flexibilität)

Räder

  • Lufträder (höchster Fahrkomfort, aber schwer und pannenanfällig)
  • Luftkammerräder (leicht & wendig; pannensicherer durch Kunststoffräder mit vielen kleinen Luftkammern, dafür schlechtere Federung)
  • Hartgummi-/Kunststoffräder (sehr leicht, aber keine Federung und relativ laut – ungeeignet für unebene Untergründe)
  • Feste oder drehbare Vorderräder (fest: stabiles Fahren; drehbar: sollte dann arretierbar sein)

Unser Tipp:
Hab‘ Geduld – die Anpassung ans Stillen dauert einige Wochen, nach ca. 9-12 Wochen hat sich der Milchfluss meist auf die richtige Menge für dein Kind eingependelt. Falls natürliche Herangehensweisen nicht helfen und sich der übermäßige Milchfluss selbst auf längere Zeit nicht reduziert, wende dich auf jeden Fall an deinen Gynäkologen.

Mastitis – entzündete Brustdrüsen effektiv behandeln

Oft geht es nicht um entweder-oder, sondern eines baut aufs andere auf: Zu viel Milcheinfluss führt oft zu Entzündungen der Brustdrüsen, beides verursacht Schmerzen und Schwellungen der Brüste. Symptome und Behandlungsweisen liegen hier nah beieinander und überschneiden sich nicht selten. Was die Mastitis angeht, ist meistens tatsächlich das Stillen „schuld“: Am häufigsten tritt eine Mastitis (Entzündung der Brustdrüse) bei Frauen während der Stillzeit auf. Die häufigste Ursache – eine Infektion mit Bakterien. Aber auch der bereits genannte Milchstau (zu viel Milch), äußere Faktoren wie zu viel Stress oder ein durcheinandergewirbelter Hormonhaushalt können dafür verantwortlich sein.

Es kann auch vorkommen, dass deine Brustwarzen in der ersten Zeit des Stillens einen wenig bluten. Wahrscheinlich hast du bereits beim Anlegen deines Kindes festgestellt, dass dir das Stillen ein wenig Schmerzen bereitet, in dieser Situation wird meist ein Stillhütchen empfohlen, um die Brustwarzen zu schonen und das Stillen für Mutter und Baby zu Beginn angenehmer zu gestalten.

Linderung – Natürliche Methoden, um eine Mastitis zu behandeln:

  • Weiterstillen, so lange/soweit möglich (Brust während dem Stillen mit den Fingern massieren (immer zur Brustwarze hin), kann verstopften Milchgang befreien)
  • Viel Ruhe (Körper braucht Erholungszeit, um die Infektion loszuwerden und Immunsystem zu stärken)
  • Heiße Duschen (Wasser direkt auf betroffene Brust prasseln lassen -> lindert Schmerz und Entzündung, befreit verstopfte Milchgänge)
  • Echinacea einnehmen bereits bei ersten Anzeichen einer Entzündung (stimuliert das Immunsystem, hilft bei der Abwehr von Infektionen)
  • Rohen Knoblauch essen (natürliches Antibiotikum; unbedenklich auch wärhrend der Stillzeit)
  • Weißkohlblätter im BH (gekühltes, rohes Weißkohlblatt auf der infizierten Stelle -> entzündungslindernd, schmerzstillend, befreit die Milchgänge)

Prävention – Tipps, um einer Mastitis vorzubeugen:

  • Gesunde Ernährung (Stärkung der Abwehrkräfte gegen Infektionen)
  • Häufiges Stillen (beugt der Verstopfung der Milchgänge vor), Alternative: regelmäßiges Abpumpen der Muttermilch
  • Gut zu wissen: Trotz Brustdrüsenentzündung kannst du dein Kind weiterhin stillen – dies wird sogar empfohlen (in Einzelfällen entscheidet das natürlich der Arzt)

Geschwollene, schmerzende Brüste – Allgemeine Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Wenn du selbst gerade unter einer Mastitis leidest, gibt es immer zwei Möglichkeiten: Ein erster Behandlungsversuch mit natürlichen Mitteln ist zunächst immer die sanftere Variante. Falls dein Körper darauf jedoch nicht reagiert, kann eine fortschreitende Infektion evtl. besser mit einem Antibiotikum o. ä. auskuriert werden. Wende dich auf jeden Fall rechtzeitig an deinen Gynäkologen, wenn in kürzester Zeit durch Hausmittel keine Besserung auftritt.

Am bekanntesten und dir vielleicht auch vertraut: schmerzende und geschwollene Brüste als Vorboten der Periode, als eines von meist mehreren PMS-Symptomen (Prämenstruelles Syndrom). Dabei funkt der weibliche Zyklus regelmäßig einmal im Monat ordentlich dazwischen und bereitet vielen Frauen körperliches Unbehagen. Bei zyklusbedingten, also regelmäßigen schmerzenden Schwellungen der Brust spricht man auch von Mastodynie. Auch eine Hormonstörung kann zu geschwollenen Brüsten führen. Liegt beispielsweise der Östrogenspiegel über dem Progesteronspiegel, kann sich dies u. a. durch Schmerzen und Schwellungen im Brustbereich bemerkbar machen.

Du stillst und deine Brüste sind geschwollen und schmerzen? Dann hat das vermutlich weniger mit dem Monatsyklus zu tun als viel mehr mit übermäßigem Milchflusses oder einer Mastitis. Wie schon zuvor beschrieben: Eines bedingt hier – in den meisten Fällen – das andere. Zu viel Milcheinschuss, Milchstau, entzündete Brustdrüsen … die Folge bzw. das deutlichste Symptom sind auch hier geschwollene und schmerzende Brüste. Die Brust spannt, ist leicht vergrößert, schmerzt, ist sehr berührungsempfindlich und fühlt sich auch oft sehr viel wärmer an als der Rest des Körpers.

Entwarnung: Wenn oben genannte Symptome erfahrungsgemäß Vorboten deiner nächsten Periode sind, ist das in der Regel kein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Es könnte sich natürlich auch um Anzeichen einer frühen Schwangerschaft handeln, in diesem Fall schafft ein Schwangerschaftstest schnell Klarheit.

Tipp: Wenn du dir nicht sicher bist, womit deine Brustschmerzen bzw. mögliche Schwellungen zusammenhängen oder wenn du beispielsweise Fieber hast, ist ein Besuch beim Gynäkologen immer ratsam. Dieser kann durch vorsichtiges Abtasten und ggf. eine Ultraschalluntersuchung schnell eine klare Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie verordnen.

Wenn krankhafte Ursachen ausgeschlossen werden können bzw. je nachdem, woher die Schmerzen und Schwellungen stammen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Linderung zu verschaffen:

Ursache Behandlung
PMS Klassische Schmerzmittel, z. B. Buscopan Plus Homöopatische/natürliche Präparate, z. B. Mönchspfeffer (empfohlen v. a. bei geschwollenen Brüsten im Zshg. mit PMS; schlägt jedoch oft erst nach ca. 3 Monaten an)
Vermutete Schwangerschaft Wenn PMS/baldige Periode ausgeschlossen werden kann oder du dir nicht sicher bist: Schwangerschaftsfrühtest aus der Apotheke bzw. Drogerie und/oder Untersuchung beim Gynäkologen
Hormonstörungen Hormontherapie (wenn hormonelle Störung ärztlich diagnostiziert wurde; auch hier können pflanzliche Mittel gute Ergebnisse erzielen und sind dabei schonender für den Organimus)
Zu starker Milcheinschuss und/oder entzündete Brustdrüsen (Mastitis) Siehe Abschnitt 1 und 2 dieses Artikels