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Sushi Wein

Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft

Schwanger und nun verantwortlich für Zwei – auch, was die Ernährung angeht. Sobald du weißt, dass du ein Baby erwartest, häufen sich nicht nur die Glückwünsche, sondern auch die guten Ratschläge. Die sichersten Kindersitze, die effektivsten Schwangerschafts-Yoga-Kurse, die schickste Umstandsmode – alles mehr oder weniger spannend und praktisch für dich, doch um ein Thema kommst du auf keinen Fall herum … die Ernährung in der Schwangerschaft. Neben allem, was du jetzt essen darfst und sogar bewusst zu dir nehmen sollst, gibt es auch einige Lebensmittel, die für die kommenden Monate nicht auf dem Speiseplan stehen dürfen.

Warum ist es so wichtig, als Schwangere auf die richtige Ernährung zu achten?

Nicht unbedingt doppelt so viel, dafür aber doppelt so gut – diese Faustregel passt ganz gut zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft bzw. der Frage, was du jetzt essen sollst … oder auch nicht. Sobald ein kleiner Mensch in dir heranwächst, braucht auch dieser bestimmte Nährstoffe, die sicher über deine bisherigen Essgewohnheiten hinausgehen. Von nichts kommt ja schließlich nichts und Baby muss ja irgendwie auch wachsen und gedeihen. Da sich der Nachwuchs noch nicht selbst versorgen kann, ist dies voll und ganz deine Aufgabe.

Auch klar: Babys haben andere Verträglichkeiten in Bezug auf Nahrung als Erwachsene – das ist im Mutterleib nicht anders als die ersten Jahre nach der Geburt. Dabei geht es nicht nur um die Menge an Nahrung, die über dich zu deinem Baby gelangt, sondern vor allem auch darum, welche Lebensmittel du zu dir nimmst, denn: Was auch immer du isst und trinkst, landet in irgendeiner Form und zu einem gewissen Anteil auch bei deinem ungeborenen Nachwuchs. Dank vielen Erfahrungswerten und der modernen Forschung wissen wir inzwischen ziemlich genau, welche Nährstoffe dir als werdender Mutter jetzt gut tun und welche nicht.

Damit das Baby in deinem Bauch optimal versorgt ist, braucht es in den verschiedenen Stadien der Schwangerschaft teils ganz unterschiedliche Nährstoffe. Von der Ausbildung des Herz-Kreislauf-Systems bis hin zu den Gliedmaßen sind alle Entwicklungsschritte immer auch mehr oder weniger an deine Ernährungsweise gebunden. Wenn du zu wenig (oder „Falsches“) zu dir nimmst – an Vitaminen, Mineralstoffen etc. – macht sich das euch bei der Entwicklung deines Kindes bemerkbar. Welche Lebensmittel du in welchem Trimester zu Dir nehmen solltest, erfährst du auf bebino.

Was ist ernährungstechnisch verboten in der Schwangerschaft?

Eines ist klar: Zu sehr einschränken und auf zu viel verzichten sollst du natürlich nicht während deiner Schwangerschaft. Einige „Verbote“ in Sachen ungeeigneter Lebensmittel für Schwangere sind demnach eher Richtlinien zum besonders achtsamen bzw. eingeschränkten Verzehr.

Ein paar Lebensmittel gehören trotzdem nicht auf den Speiseplan von Schwangeren. So besteht u. U. die Gefahr einer Infektion und dadurch resultierender potenzieller Fruchtschäden. Dies ist z. B. der Fall bei der Toxoplasmose (durch Parasiten in rohen Fleisch-Erzeugnissen) oder der Listeriose (durch Bakterien, häufig in rohen tiereischen Produkten o. lange gelagerten, weiterverarbeiteten Lebensmitteln). Verdorbene oder für Schwangere ungeeignete Lebensmittel schaden zwar nicht zwingend dir als werdender Mutter – das ungeborene Kind ist da schon wesentlich anfälliger. Minimiere daher die Infektionsgefahr für dein Baby so weit wie möglich (auch, um die Gabe belastender Medikamente wie Antibiotika zu vermeiden). Der Nachwuchs soll sich schließlich schon in deinem Bauch optimal und sicher entwickeln können ohne eventuelle spätere gesundheitliche Beeinträchtigungen (physisch wie psychisch). Hier hast du so ziemlich alles in der Hand: Solange du dich achtsam und mit einer abwechslungsreichen, gesunden „Mischkost“ ernährst und weißt, was ein „Go“ und was ein „No“ auf dem Teller und im Glas ist, bist du bestens vorbereitet.

Obst & Gemüse

  • Blattsalate, Gemüse, Obst immer gut waschen bzw. erhitzen (Senkung Infektionsrisiko durch Keime); gilt auch für Keimlinge, Kräuter, Sprossen
  • Hülsenfrüchte, Zwiebeln o. ä. nur dann weglassen, wenn sie bei dir z. B. Übelkeit und Blähungen auslösen (was deinen Magen stresst, ist auch für Baby schwer verdaulich)
  • Vermeiden (Gastronomie/Saftstände): frischgepresste Säfte/Smoothies
  • Vermeiden (Gastronomie/Einzelhandel): vorgeschnittenes Obst, abgepackte Salate

Milchprodukte & Eier

  • Keine rohen u./o. kaltgeräucherten Fleisch- und Fischprodukte (evtl. mit Keimen oder Schwermetallen belastet); alle Produkte jeweils gut erhitzen/durchgaren
  • Bei Fisch verzichten auf:
    • rohen Fisch/rohe Meeresfrüchte (z. B. Sushi/Sashimi, Fisch-Carpaccio, Austern)
    • gebeizten/geräucherten Fisch (z. B. geräucherte Forelle, Räucherlachs)
    • verarbeiteten, rohen Fisch (z. B. Sahnehering, Matjes)
  • Bei Fleisch verzichten auf:
    • Rohes Fleisch und Geflügel (z. B. Mett/Hackepeter, Tartar, Carpaccio, blutige/rosa Steaks)
    • Rohe Würste (z. B. Salami, Tee-/Mettwurst)
    • Erzeugnisse aus rohem Pökelfleisch (z. B. Bündnerfleisch, Lachs-/Rohschinken)

Fleisch & Fisch

  • Schnittchen/Kuchen mit nicht durchgebackener Füllung
  • vorbelegte Brötchen/Sandwiches (offene Verkaufstheke)
  • Desserts mit rohen Eiern (z. B. Tiramisu)

Desserts & Backwaren

  • keine alkoholischen Getränke (schädigen zentrales Nervensystem des ungeborenen Kindes)
  • Vorsicht bei chinin-haltigen Getränken (z. B. Bitter Lemon), in großen Mengen wehenanregend
  • Kaffee, diverse Tees (nicht komplett verboten, aber in Maßen genießen/ca. 300mg täglich = 2-3 Tassen)

Getränke

  • keine alkoholischen Getränke (schädigen zentrales Nervensystem des ungeborenen Kindes)
  • Vorsicht bei chinin-haltigen Getränken (z. B. Bitter Lemon), in großen Mengen wehenanregend
  • Kaffee, diverse Tees (nicht komplett verboten, aber in Maßen genießen/ca. 300mg täglich = 2-3 Tassen)

Sonstiges

  • Vermeide künstliche Vitamine/Nahrungsergänzungsmittel, außer explizit vom Arzt begründet und verschrieben (werden vom Körper nicht gut verwertet, meist auch zu hoch dosiert)
  • Fette und Öle nur sehr sparsam verwenden, dabei vor allem ungesättigte Fettsäuren (kaltgepresste pflanzliche Öle)
  • Zucker eher sparsam verwenden

Generell gilt in Sachen Ernährung und verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft: Versuche in diesen Monaten, Fast Food, also sehr fettreiche Nahrung sowie allgemein Fertigprodukte und Süßigkeiten von deinem Speiseplan zu streichen. Höre dabei vor allem auf deinen Körper, dein eigenes, subjektives Wohlbefinden, die kleinen, feinen Hinweise, die dein Baby dir vielleicht gibt sowie auf konkrete Empfehlungen deines Arztes – dann kannst du deine Schwangerschaft auch im kulinarischen Sinn in vollen Zügen genießen.