Twitter
Google plus
Facebook
Vimeo
Pinterest
suesses baby isst geldscheine

Zero Waste Baby – 7 Tipps zum Geld sparen & Umwelt schützen

1. Stoffwindeln

Windeln produzieren eine Menge an Abfall, richtig? Da liegt es doch auf der Hand Stoffwindeln zu verwenden, wenn man auf umweltfreundliche Weise Geld sparen möchte. Es gibt so viele Möglichkeiten heutzutage, doch wir haben uns für Strickwindeln entschieden, in erster Linie, weil sie aus Biobaumwolle sind. Darüber verwenden wir eine Überhose aus Wolle, die wenig Feuchtigkeit durchlässt. Es gibt Stoffwindeln auch in niedlichen Designs für den Babypo, welche genauso wie Wegwerfwindeln funktionieren. Falls es dir zu aufwendig ist, nur Stoffwindeln zu benutzten, kannst du diese auch mit Wegwerfwindeln kombinieren, zum Beispiel für die Nacht oder unterwegs.

Es gibt übrigens einen riesigen Markt für Second-Hand Stoffwindeln. Wir haben unsere zum Beispiel auf ebay.com gekauft. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch unseren Geldbeutel.

Wenn du den Zero-Waste Lifestyle auf die Spitze treiben möchtest, kannst du auch die „Elimination Communication“ Methode in Betracht ziehen. Nach dieser Methode werden die Babys bereits nach Geburt an das Töpfchen gewöhnt, in dem man ganz genau auf ihre Signale achtet. Wir haben damit angefangen als unsere Tochter 3 Monate war, indem wir sie nach jedem Schläfchen auf das Töpfchen gesetzt haben. Auch wenn diese Methode sehr zeitintensiv ist, ein Versuch ist es wert. Man kann es zum Beispiel auch nur tagsüber probieren und nachts weiter Windeln benutzen. Jede gesparte Windel zählt!

2. Waschlappen

waschtücher baby reinigung

Wenn du bereits Stoffwindeln benutzt, ist es einfach auch Waschlappen anstatt feuchte (Wegwerf-) Tücher zu benutzen. Denn die Waschlappen können mit den Windeln zusammen in die Waschmaschine. Aber nur Waschlappen zu benutzen ist auch ein guter Start, falls dir Stoffwindeln zu viel Arbeit sind. Alles was du für einen sauberen Babypo brauchst, sind Wasser und Waschlappen. Das erspart dir eine Menge an chemischen Tüchern!

Du kannst auch alte Handtücher nehmen und sie zu kleineren Lappen schneiden. Wenn du allerdings bequem bist (so wie ich ), kannst du einfach welche kaufen. Ich habe meine bei Ikea gekauft (KRAMA). Ich fülle morgens einfach eine Thermoskanne mit heißem Wasser und stelle sie neben den Wickeltisch, so dass ich jederzeit schönes warmes Wasser zur Hand habe.

3. Baby Kosmetik

Viele Leute kaufen aller Hand an Babykosmetik, weil sie nur das Beste für ihr Baby wollen und es mögen, wenn ihr Baby angenehm riecht. Doch riechen Babys nicht so schon wunderbar? Die Wahrheit ist, dass Babys die meisten dieser Dinge gar nicht brauchen. Viele dieser Produkte sind so chemisch, dass ich dir davon abraten würde. Alles was wir verwenden ist Wasser, Bio-Kokosöl und selbstgemachtes Babypuder.

Ich mache das Babypuder, indem ich 20 Gramm Bentonit-Tonpulver mit 20 Gramm Bio-Speisestärke mische. Optional können 10 Gramm feingemahlene Bio-Kamillenblüten hinzugefügt werden. Fülle diese Mischung einfach in einen Shaker, ziehe eine Socke drüber, damit das Puder gleichmäßig hindurch verteilt werden kann. Fertig ist das selbstgemachte Babypuder.

Auch wir wollen unser Kind verwöhnen und haben daher eine luxuriöse Bademischung hergestellt. Dazu haben wir in einem großen Glas zarte Haferflocken mit getrockneten Kräutern (Kamille, Salbei und Goldrute) gemischt. Um ein Kräuterbad daraus zu machen, einfach ein paar Löffel von der Mischung in einen Waschlappen geben und zu binden. Einfach heißes Wasser darauf gießen und diesen Aufguss zusammen mit dem Waschlappen in gut temperiertes Badewasser geben. Dieser Tipp ist so einfach, gut für sensible Haut und dazu noch günstig herzustellen.

4. Das Babyzimmer

Wenn du schwanger bist, musst du dir ein komplettes Set an Babymöbeln zulegen, richtig? Falsch! Es gibt super Alternativen, so wie zum Beispiel Second-Hand Möbel. Indem du Second-Hand Möbeln ein zweites Leben schenkst, kannst du eine Menge Müll vermeiden. Denke auch mal drüber nach, welche Möbel du umfunktionieren kannst, z.B. einen Schreibtisch zu einem Wickeltisch. Das Beste daran ist: dein Baby hat schon einen Schreibtisch, wenn es größer wird. Das selbe mit einem Schrank: Kaufe gleich einen normalen Schrank, statt einem Babyschrank. Denn wenn dieser zu klein ist, kann man ihn nur eine kurze Zeit lang benutzen. Auch Babyhandtücher sind nur kurzzeitig groß genug. Normale Handtücher dagegen können auch später noch verwendet werden. Indem man voraus denkt, kann man eine Menge Müll und Geld einsparen!

5. Spielzeug

Viele Leute scheinen zu denken, dass man die Liebe zu seinem Kind mit Geschenken zeigt. Wir haben uns dafür entschieden unseren Freunden und Verwandten zu sagen, dass wir keine Geschenke in Form von Spielzeug für unser Kind möchten. Wir sind langweilig? Wir finden nicht, denn Kinder merken die Abwesenheit von materiellen Gütern nicht mal. Und außerdem: Kinder wollen eure Aufmerksamkeit, nicht eure Geschenke!

Wie oft seht ihr Babys mit einem Haufen von Spielzeug und sie spielen doch am liebsten mit Schlüsseln oder Mamas Haaren. Versuche es nicht zu übertreiben, ein paar wenige ausgewählte Spielzeuge sind genug! Ich selbst kann mich nicht mal mehr an die Geschenke erinnern, die mir zum Beispiel meine Oma als Kind gegeben hat. Woran ich mich jedoch sehr gut erinnern kann ist, dass wir einmal im Jahr zusammen mit dem Zug verreist sind. Ich durfte das Ziel bestimmen, wir haben Sandwiches und Limonade eingepackt. Erinnerungen wie diese sind viel wertvoller als jedes Spielzeug, was ich bekommen habe.

6. Kleidung

Dieser Tipp ist offensichtlich: Babys wachsen so schnell, dass es in meinen Augen gar keinen Sinn macht, neue Kleidung zu kaufen. Spar dir den Müll und dein Geld und kaufe Second-Hand. Sobald du Freunden und Familie sagst, dass du ein Kind erwartest, musst du vielleicht nicht mal Kleidung kaufen. Wir haben all unsere Babykleidung von einer Freundin bekommen, deren Baby wenige Monate älter ist als unseres. Das schont wieder nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel.

7. Essen

Das beste Zero Waste Food ist natürlich Muttermilch. Sogar wenn du eine Pumpe und Fläschchen verwendest, sparst du hier immerhin den Verpackungsmüll (und Produktion/Transport) den du hast, wenn du Pulver verwendest. Es ist schon ziemlich toll, dass die meisten Frauen diese Wahl haben. Ich muss ehrlich sagen, dass Stillen für mich schwieriger war als erwartet. Es hat einige Woche gebraucht, bis es ohne Probleme geklappt hat. Aber ich bin froh, dass ich dabei geblieben bin!

Nach 6 Monaten haben wir angefangen Beikost dazu zu nehmen, wobei wir versucht haben, gekaufte Babynahrung zu vermeiden. Diese Breie verursachen eine Menge Müll und sind nicht zwingend gesünder für das Baby. Alles was du für selbstgemachten Brei brauchst sind eine Schüssel, eine Gabel und einen Eiswürfelbehälter, um darin kleine Portionen einzufrieren. Auf diese Weise kannst du immer nur kleine Menge auftauen, die du auch wirklich brauchst.

Wenn du sehr faul bist, lass den Brei einfach komplett weg. Bei dieser Methode (BLW – Baby Led Weaning) gibst du deinem Baby nur ganze Lebensmittel. Auf diese Weise können Babys Lebensmittel auf ihre eigene Weise und in ihrem eigenen Tempo entdecken. Wenn du Karotten isst, bekommt das Baby eine Karotte, steht Brokkoli auf dem Speiseplan bekommt dein Baby davon ein Stück ab. Personen, die diese Methode verwenden, sagen, dass es einfach ist, Spaß macht und dem Baby Geschmäcker und Texturen beibringt. Indem du deinem Baby die Entscheidung überlässt, was es isst und wieviel, gibt es keinen Stress am Essenstisch. Kinder lernen so schon früh, mit dem Essen aufzuhören, wenn sie statt sind, was Übergewicht in der Zukunft verhindert. Es ist gut für dein Baby, sehr leicht, verursacht keinen extra Abfall und spart Geld.

Fazit

Es gibt natürlich noch einige weitere Tipps, wie man auch mit Baby Geld sparen und etwas für die Umwelt tun kann. Insgesamt geht es einfach darum, intelligente und bewusste Entscheidungen zu treffen. Denke einfach daran, dass auch kleine Dinge einen Unterschied machen. Es muss nicht immer ganz oder gar nicht sein, um ein bisschen was für die Umwelt zu tun. Mit diesen Tipps produzieren mein Mann und ich kaum mehr Abfälle seit wir ein Baby haben, und als Bonus haben wir viel Geld gespart!

Rebekka ist 29 und Bloggerin zu Themen wie Nachhaltigkeit und Sparsamkeit. Seitdem sie eine Tochter hat, beschäftigt sie sich auch mit Themen rund um das Kind.